Dissociative Amnesie
Gibt es dissociative Amnesie in der Literatur VOR 1800?
Unsere wissenschaftlichen Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Konzept von unterdrückter Erinnerung bzw. dissoziativer Amnesie vielmehr ein Begriff der Romantik um 1800 ist, als ein wissenschaftlich valides Phänomen. Um diese Hypothese zu überprüfen, bieten wir der ersten Person 1000 USD, die eine Beschreibung von unterdrückter Erinnerung bzw. dissoziativer Amnesie vor 1800 in jeder möglichen schriftlichen Form (Sachbücher, Novellen, Gedichte, Dramen, Epen, die Bibel, Aufsätzen, Medizinische Berichte oder jegliche anderen Quellen), auf English oder in einem Werk, das in English übersetzt wurde, finden kann. Wir stellen die Behauptung auf: Wenn „unterdrückte Erinnerungen“ ein angeborenes, natürliches Phänomen wäre, welches Menschen immer schon betroffen hat, dann gäbe es jemanden, der in den tausenden Jahren vor 1800 dies beobachtet und in dokumentarischer oder fiktionaler Form dargestellt hätte.
Um als glaubwürdiger Fall zu gelten, muss das Individuum in dem dargestellten Werk folgende Kriterien erfüllen:
- Erleben eines schweren Traumas (Missbrauch, sexueller Übergriff, todesnahe Erfahrung etc.),
- Ein durch das Trauma erworbener Gedächtnisverlust über Monate oder Jahre nachher (Unfähigkeit, das traumatische Erlebnis zu erinnern im Gegensatz zur Vermeidung oder Verleugnung des Traumas)
- Die Amnesie kann nicht durch biologische Faktoren wie z.B. a)kindliche Amnesie, bei der das Individuum zum Zeitpunkt des Traumas unter 5 Jahre war oder b)neurologische Beeinträchtigung basierend auf Kopfverletzung, Drogen oder Alkoholintoxifikation, oder biologische Erkrankungen erklärt werden.
- Das Individuum muss das „verlorene“ Gedächtnis zu einem späteren Zeitpunkt wieder erlangen, obwohl die Person vorher keinen Zugang hatte.
Zu beachten ist, dass das Individuum eine Amnesie für ein traumatisches Erlebnis entwickeln muss. Amnesie, die die gesamte Zeit besteht oder im Zuge eines nicht-traumatisches Ereignisses sich ausbildet, ist hiermit nicht gemeint. Weiters ist zu beachten, dass die Amnesie aus einem „echten“ traumatischen Erlebnis stammt. Ungültig wäre, wenn eine Angeklagte in einem Hexenprozess plötzlich erinnert, dass sie mit dem Teufel verbündet ist.
Es gibt zahlreiche Beispiele fiktiv und dokumentarisch von unterdrückter Erinnerung nach 1800. Ein literarisches Beispiel, das alle oben genannten Kriterien erfüllt ist Penn, im Roman von Rudyard Kipling 1896 „Kapitän Curagious“, der eine vollständige Amnesie entwickelte, nachdem er seine gesamte Familie in einer tragischen Flut verlor. Er geht dann später zur Arbeit als Fischer auf einem Grand Bands Segelschiff. Als es zum verheerenden Zusammenstoss zwischen einem grossen Meeresschiff und einem andern Segler kommt, erinnert Penn plötzlich wieder die Flut und den Tod seiner Familie und erzählt diese seinen Kameraden.
Bis jetzt, ist es nicht gelungen einen Fall von unterdrückter Erinnerung vor 1800 mit den oben genannten Kriterien zu finden. Wir bieten der ersten Person, welche einen derartigen Fall liefert, 1000 USD. Für Fragen und mögliche Fälle, bitte kontaktieren.
Die Person, die als erstes einen Fall nach obigen Kriterien liefert, erhält einen Scheck von 1000 USD vom Biological Psychiatry Laboratory, und der Fall wird auf dieser Website veröffentlicht. Im Fall von Unklarheiten (z.B. eine Person, die bezüglich der 5 genannten Kriterien nicht mit uns übereinstimmt), gibt es einen Schiedsrichter, Scott Lukas, Ph.D., Professor of Psychiatry (Pharmacology), Harvard Medical School. Dr. Lukas ist in diese Debatte von unterdrückter Erinnerung nicht involviert und hat nie zu diesem Thema publiziert. Somit kann er die Rolle eines unparteilichen Schiedsrichters einnehmen. Wir haben uns geeinigt, dass Dr. Lukas’ Entscheidung im Fall einer Auseinandersetzung gilt.
Harrison G. Pope, Jr., M.D., M.P.H.
James I. Hudson, M.D., Sc.D.
Directors, Biological Psychiatry Laboratory
McLean Hospital
Belmont, MA 02478